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| DREI ELEMENTE
Bibliothek 21, Stuttgart, Wettbewerbsbeitrag Zeitraum: 1999 |
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| Auf dem ehemaligen Gleisfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofs soll im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 ein neues Stadtquartier entstehen. Als ‚geistiges Zentrum‘ der zukünftigen Bebauung fügt sich der geplante Solitär selbstbewußt in seine neue Umgebung ein. Das sechsgeschossige transparente Gebäude öffnet sich im Norden zum Mailänder Platz und schafft so die erforderliche Verknüpfung mit dem öffentlichen Raum, die im Zusammenhang mit den Programmen der Bibliothek Begegnung und Kommunikation fördert. Die Bibliothek 21 besteht aus drei Elementen: ‚ Bändern‘, ‚Infotubes‘ und Haut. Durch die städtebaulichen Vorgaben war Kompaktheit gefordert. Wir entwickelten drei Bänder die ineinandergeschoben werden. Zwei Bänder formen die Ebenen für die Bibliothek, ein imaginäres Band den Luftraum dazwischen. Dieses präzise Verschachteln erzeugt ein serpentinenartigen Raum der Zugang zu natürlichem Licht und der Umgebung ermöglicht. Das Resultat ist ein offener Grundriß bei dem der Unterschied zwischen Innen und Außen unbestimmt bleibt. Die sich kontinuierlich hochfaltendenden Bänder manifestieren die Bewegung in der Bibliothek und lassen somit die Übergänge zwischen den Ereignissen fließend werden. Jede funktionale Zuordnung und jedes Element gehört zum ganzen Spektrum der Bibliothek, die auf Kommunikation zwischen den Elementen, Räumen und Besuchern setzt. Die Höhenunterschiede des kontinuierlichen Inneren, zusammen mit den Lufträumen bieten eine große Anzahl verschiedener Präsentationstypologien die den wie auch immer gearteten Anforderungen der Bibliothek gerecht werden kann. Die ‚Infotubes‘ sind 11 baumartige Elemente ,die die Bänder vertikal durchstoßen und die Ebenen organisieren und verbinden. Sie sind eine flexible Tragstruktur sowie vertikale Verkehrsader und Raum indem Energie (Licht, Luft, Wasser, Klang, etc.) und Informationen fließen. Die Anwesenheit der ‚Infotubes‘ schafft die vertikale Bewegung von natürlichen Elementen und digitalen Codes in dem kontinuierlichem Raum der Bänder. Unter ‚Haut‘ verstehen wir die Glasfassade, die das Innere des Gebäudes von außen trennt, und das Gebäude mit einem leichten Schicht umhüllt. Mit diesen drei zusammengefügten Elementen, bietet die Bibliothek 21 einen Raum der den Fluß digitaler Codes in eine ‚geologische Form‘ mit einfachen natürlichen Elementen integriert. |
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