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ZWISCHENZONE

neuer Hauptbahnhof in Frankfurt am Main, Diplom Städelschule

Zeitraum: 1998
Prof. Enric Miralles, Prof. Peter Cook

Aufrichten und Eingraben sind archetypische Baugesten. Ich bin interessiert an dem Dialog zwischen Oben und Unten, an Architektur, die ihr Dazwischensein in Szene setzt . . . an den empfindlich zwittrigen Zonen des Übergangs von außen nach innen. An subterranen Räumen also, die nicht passiv verborgen liegen. Das ganze Projekt bearbeitet Übergangszonen:

Bewegen – Ankommen . . . Schnell – Langsam . . . Außen – Innen . . . Oben – Unten . . . Gebäude – Park . . . Bahnhof – Stadt.

Aufgabe war, den Frankfurter Hauptbahnhof einzugraben. Die Gleise führen in 20 Meter Tiefe unter der Stadt hindurch. Der Bahnhof ist Übergangsstadium, das die vorhergehende sowie die nachfolgende Wendung erlebbar macht im Gegeneinanderführen der auf- und absteigenden Ebenen, im Aufzeigen von Kraftlinien. Der Bau entsteht vor dem Auge des Betrachters, er wird nicht ruhend gezeigt, sondern als gewordener Organismus: die vom Boden aufgebogenen Wände scheinen die darüber liegende Ebene emporzustemmen. Das Bauwerk enthält Spannungen und scheint vorwärts zu drängen. Bewegung innerhalb des Gebäudes bedeutet aber auch die Vielfalt der Aspekte, die sich für den Betrachter aus verschiedenen Blickwinkeln ergeben: der neue Bahnhof erscheint in immer neuen Zusammenhängen.